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Vereine in der Gemeinde

Vereine in der Gemeinde

Die Walsergemeinde Damüls kann trotz ihrer geringen Einwohnerzahl auf ein sehr aktives Vereinsleben verweisen. Der Einwohnerzahl entsprechend sind die Mitglieder meist auch gleich in mehreren Vereinen tätig. Die Gemeinde ist stolz auf ihre Vereinsmitglieder welche viel zum Dorfleben in Damüls mit beitragen.

In einer kurzen Übersicht präsentieren wir Ihnen hier die Vereine der Gemeinde Damüls.

Sollten Sie detaillierte Fragen haben, so können Sie sich direkt an das Gemeindeamt Damüls wenden.

Bericht zur Damülser Bergrettung

Fantastische Tiefschneeverhältnissen locken alljährlich Wintersportfans aus aller Welt ins Freeride-Paradies Damüls Mellau Faschina. Für die Sicherheit sorgt hier ein topgeschultes Bergrettungsteam. Die Besonderheit dieser über 20 Mitglieder starken Truppe die aus Notfallsanitätern und Ausbildnern besteht: sie sind generell als Ersthelfer im Einsatz. Ortsstellenleiter Bernd Madlener bringt es auf den Punkt: „Auch wenn Damüls eine Streusiedlung ist, haben wir rascheste Einsatzzeiten und sind ohne Rush-hour und lange Anfahrt schnell vor Ort und damit ein wichtiges Bindeglied der Rettungskette. Allen Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not geratenen Menschen wird ohne Ansehen der Art oder des Verschuldens der Notlage mit Suche, Versorgung und Bergung geholfen. Damit wird der Rettungsdienst im Wintersport-, Kletter- und Wandergebiet im unwegsamen Gelände, abseits von Straßen und Wegen sichergestellt.

Rasend schnelle Hilfe
Gemäß dem First-Responder-System bei dem man Ersthelfer aus der unmittelbaren Nachbarschaft einsetzt, werden die Damülser Bergretter bei jedem Rot-Kreuz-Notfall über die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg mitalarmiert. Einsätze können auch in einem der Beherbergungsbetriebe erfolgen. „Wir sind alle ausgebildete Sanitäter und sofort da. Manchmal waren Angehörige noch am Telefonieren und wir standen schon in der Rezeption und leisteten Erste Hilfe bei Herzattacken und Co. Die gesamte Bergungsmannschaft hat einen Pager (Rufempfänger) und im Privat-Pkw hat jeder von uns eine Notfallausrüstung mit Verbandsmaterial, Beatmungsbeutel etc. Im Bergretterfahrzeug werden Sauerstoff und Defibrillator sowie weitere Erste-Hilfe-Ausrüstungen mitgeführt“, so Rettungsprofi Madlener.

Informative Montagswanderungen
Damit nimmt das Team der Bergrettung Damüls einen sehr wichtigen Teil im Rettungssystem ein. Auch der Aufklärung haben sich die Mannen – auf weibliche Mitglieder hofft man derzeit erst - verschrieben. So findet in der Wintersaison jeden Montag eine informative Nachtwanderung statt. Je nach Treffpunkt – ob Uga-Talstation, Kirchdorf oder Parkplatz Oberdamüls - geht es einer Dreiviertelstunde durch den Schnee. Zeit, um zu erläutern und viel zu lernen. Sicherheit ist das Hauptthema dieser Wanderungen, die natürlich auch Spaß machen: So wird das Wasserwerk besichtigt, ein anderes Mal erfolgt ein Marsch mit informativen Pausen zu den Themen Forstwirtschaft, Lawinenschutzfunktion des Waldes etc.

Kontinuierliche Schulungen
Die Bergrettung Damüls wird im Schnitt zu rund 50 Einsätzen pro Jahr gerufen. Diese erfordern je nach Situation umfangreiche Fähigkeiten. „Wir haben eine wirklich junge, topgeschulte Truppe. Ich bin mit meinen 43 Jahren schon fast einer der ältesten“, bekennt Bernd Madlener, lächelt und schränkt ein: „Wir führen keine Pistenrettung durch, das würde unseren Zeitrahmen als ehrenamtliche Helfer sprengen“. Die Pistenrettung ist über die Seilbahnen organisiert. Abseits der Pisten sind die versierten Retter im Notfall aktiv. Denn Sicherheit zuerst – das gilt auch beim Freeriden. Wer seine Routen dem Fahrkönnen entsprechend plant, unnötige Risken vermeidet und vor allem die geeignete Lawinensuchausrüstung dabei hat, kann sich der Faszination des Powders hingeben.

Aufklärung für Youngsters und Eltern
Auch die Aufklärung von Tourengehern ist eine der Aufgaben der Damülser Bergretter: Kein Tiefschneefahren ohne geeignete Ausrüstung. Eltern werden darüber informiert, dass Kinder und Jugendliche stets einen Piepser dabei haben sollten. Dieser kann durch kein Smartphone mit App ersetzt werden: Weltweit verwenden alle LVS (Lawinensuchgeräte) die standardisierte Frequenz von 457 kHz. Alle Geräte können daher herstellerunabhängig problemlos miteinander kommunizieren. Smartphones sind mit dieser international verwendeten LVS-Frequenz nicht kompatibel. So kann man mit gutem Gefühl und Köpfchen schönste Tiefschneehänge, spannende Routen und exzellente Touren mit Traumpanorama genießen.

Bericht: Andrea Fritz-Pinggera

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