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Kulisse Pfarrhof Skimuseum

Kulisse Pfarrhof & FIS-Skimuseum, Damüls

Die Kulisse Pfarrhof bzw. das Damülser Pfarrhaus, liegt unterhalb der Kirche St. Nikolaus (Damüls) und wurde im Sommer 2017 generalsaniert. Die Kulisse Pfarrhof beheimatet das Vorarlberger Skimuseum Damüls, welches im Herbst 2017 mit dem FIS-Zertifikat zertifiziert wurde und nun den Titel " Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls" trägt.

Kontakt:

Kulisse Pfarrhof
c/o Damüls Faschina Tourismus
Kirchdorf 138
6884 Damüls
+43 (5510) 620-0
+43 (5510) 620-4
info@damuels.travel
http://www.damuels.travel
http://www.facebook.com/KulissePfarrhof

Im ehemaligen geschichtsträchtigen Damülser Pfarrhaus befindet sich das Vorarlberger FIS Skimuseum, wo zudem unterschiedliche Ausstellungen zu verschiedenen Themen stattfinden. Das angrenzende Stallgebäude wird im Sommer unter anderem für kleinkulturelle Anlässe verwendet.

Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls
Die Geschichte des Skisports in Vorarlberg reicht rund 100 Jahre zurück. Sie ist Inhalt des Vorarlberger FIS Skimuseums Damüls. In den vergangenen Jahrzehnten baute Christian Lingenhöle - Gesellschafter der Damülser Seilbahnen - als ehemaliger Betreiber eines Sportgeschäfts eine umfangreiche Sammlung historischer Skier auf. Seit seiner Pensionierung widmete er sich intensivst dieser Tätigkeit und schuf damit die Grundlage des nunmehrigen Vorarlberger FIS Skimuseums in Damüls. Neben historischen Skiern liegt der Fokus auch auf verschiedensten Ausrüstungsgegenständen und Erinnerungsstücken, Bekleidung, Fotografien, Literatur und Dokumenten. Manche Kuriositäten illustrieren die Art und Weise, wie vergangene Generationen mit dem Skilaufen experimentiert haben. Eine Bibliothek und ein skihistorisches Archiv werden derzeit aufgebaut. Jegliche Informationen und Objekte werden dafür gerne entgegengenommen. 

Der Schwerpunkt der Ausstellung des Skimuseums liegt auf drei Bereichen. Ausgehend von den Anfängen des Skilaufs in Skandinavien werden bedeutende Vorarlberger Skipioniere präsentiert. Neben Viktor Sohm, dem ersten Skiläufer des Landes, zählen auch Georg Bilgeri, Hannes Schneider und Ernst Janner zu diesen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Skiproduktion, die zunächst in den Händen von Wagnerbetrieben lag. Solche gab es einst in allen Regionen des Landes in großer Zahl. Dass Vorarlberg ein Land mit großer Rennlauftradition ist, beweist die lange Liste an Medaillen, die von Rennläuferinnen und Rennläufern bei Olympischen Winterspielen und Skiweltmeisterschaften gewonnen werden konnten. Alle diese erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sind in der Ausstellung mit Objekten präsent. Neben diesen drei Schwerpunkten bietet das Schaudepot einen umfassenden Einblick in die Sammlung Lingenhöle. Nicht zuletzt werden dabei die Entwicklung der Skiproduktion, der Sprunglauf und der lokale Skilauf in Damüls berücksichtigt. 

Im 2. OG befindet sich aktuell eine Ausstellung des einzigen Damülser Ehrenbürgers, Josef Abel, welcher als Maler und Komponist noch immer tätig ist. Mit dieser Ausstellung werden die Werke des Künstlers und jahrelangen Schuldirektors einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Öffnungszeiten Sommer 2018 und Winter 2018/19:
Dienstag und Freitag von 15:00-18:00 Uhr

Die Kulisse Pfarrhof auf der interaktiven Karte.

Folder Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls

Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls

Hier möchten wir Ihnen einige Bilder der aktuellen Skiausstellung in der Kulisse Pfarrhof präsentieren. Die Skiausstellung wird laufend erweitert und ergänzt (Stand 2016/17).

Bericht zum Damülser Skimuseum

Angesichts der Skier des „Schwarzen Blitz von Kitz“ werden Gäste gerne nostalgisch: Kein Wunder, das Originalrennskipaar von Skilegende Toni Sailer aus dem Jahr 1957 ist nur eines der attraktiven Exponate im Skimuseum in der Kulisse Pfarrhof Damüls direkt unterhalb der Kirche. Seit 2013 gibt die vom bekannten ehemaligen Sportartikelhändler Christian Lingenhöle initiierte Ausstellung mit vielen historischen Exponaten Über- und Einblick in die Vorarlberger Skigeschichte. Vieles erinnert an eine Nation im Taumel olympischer Erfolge, an Pioniergeist, jungfräuliche Pulverschneehänge und Körper sowie Technikeinsatz beim Bezwingen der immer raffinierter werdenden Pisten. Apropos Piste: Im Winter kann man direkt vor die Türe schwingen, die High-Tech-Bretter abschnallen und in die Welt der historischen Skipioniere in einem der bestsortierten Skimuseen des Landes eintauchen.

Exzellent aufbereitet
Wo würde sich der Standort für ein Skimuseum besser eignen, als im schneereichsten Dorf der Welt? Eben! Im Pfarrhof wurden 100 Jahre Skigeschichte und die Tourismusgeschichte von Damüls aufgearbeitet. Zudem finden gelegentlich auch Kunstausstellungen für Gäste wie Einheimische statt. Der Skier-Sammlung des Wahl-Damülsers Christian Lingenhöle verdankt das Museum zahlreiche Exponate. Zum Ausstellungsteam zählen weiters Elisabeth Walch, Bürgermeister Stefan Bischof und Touristiker Pascal Keiser. Gemeinsam mit Konzeptionist Christof Thöny wurde mit WÄLDER.WALSER.WINTERSPORT eine gerne besuchte und exzellent aufbereitete Ausstellung geschaffen.

Nordisches Sportvergnügen
Skiexponate von 1895 bis heute - mit Rennpaaren von Anna Fenninger, Aksel Svindal oder Ted Ligety welche Sportartikelhersteller Head zur Verfügung stellte - werden gezeigt. Die ältesten Exemplare der historischen Sammlung stammen aus Norwegen, da vor 1900 im Alpenraum noch keine Ski erzeugt wurden. So bezogen auch Viktor Sohm oder Pfarrer Müller in Warth seinerzeit ihre Ski aus Norwegen. Als weitere Raritäten erfreuen die Originalskier von Oberst Bilgeri mit der legendären Bilgeri-Bindung aus dem Jahr 1910, sowie ein aus dem Jahr 1920 stammendes Bretterpaar von Viktor Sohm. Über die beiden Skipioniere erfährt man ebenso viel Interessantes wie über den legendären Hannes Schneider, den Erfinder der Arlbergtechnik, oder „Wedelpapst“ Stefan Kruckenhauser.

Als Kuriosität zeigt die Sammlung einen Klappski aus dem Erzgebirge, den Soldaten im Ersten Weltkrieg verwendet hatten. „Die Fersenhalterung stammt übrigens von den Gebrüdern Bildstein aus Vorarlberg“, erklärt Experte Christian Lingenhöle. Und einer weiteren Besonderheit widmet sich das Skimuseum: Der Skierzeugung durch Wagnerbetriebe, die ab 1920 aufgrund rückgängigerer Aufträge auf die Skiproduktion umgestiegen sind. Anton Kästle Senior war einer dieser frühen Vorarlberger Skihersteller. 12 verschiedene Erzeuger aus Vorarlberg zeigen das beachtliche Wirken der regionalen Skierzeuger. Christian Lingenhöle ist stets auf der Suche nach Exponaten jener kleinen regionalen Produzenten: Ob Pfänder-Ski, Fink- oder Lässer-Ski, Schallert-Ski aus Nenzing, dem Dorner Ski aus Egg, dem Ober Ski aus Lustenau u.v.a. Toni Innauers Sprungski Zu den Prachtstücken die besonders positive Erinnerungen wecken, gehört der erste Sprungski des Bregenzerwälder Toni Innauer. Mit diesen Skiern hat der Olympiasieger seine ersten Sprünge absolviert - sie haben sein Leben verändert. „Ursprünglich ist Toni Innauer mit den Skiern ja alpine Rennen gefahren und er versuchte die ersten Sprünge mit seinem Slalomski, in dem er die Alpinbindung entfernt und eine Sprungbindung montiert hatte. Auf diesen Ski bin ich ganz besonders stolz – immerhin zählt Toni Innauer zu den besten Skispringern aller Zeiten – und dieser Ski legte seinen Karrierestart!“, schwärmt Christian Lingenhöle. Wer diesen und andere Ski-Raritäten – wie den Kästle-Düsenski, der nie reüssierte - besichtigen möchte, hat dazu im Pfarrhof Damüls eine ideale Gelegenheit und kundige Auskunftspersonen.

Öffnungszeiten Winter & Sommer:
Dienstag und Freitag von 15:00-18:00 Uhr

Bericht: Andrea Fritz-Pinggera

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